Endlich konnten wir einmal ausschlafen. Nachdem auch die Letzten aufgestanden waren und wir alle gefrühstückt hatten, gingen alle ins Freibad oder dafor noch in den Hangar 7. Wir verbrachten den ganzen Tag und verliesen es schließlich am Abend, mit ein paar m² Sonnenbrand am Rücken, das Bad und gingen das letzte Mal gemeinsam essen.
Wir ließen den letzten Lagerabend mit Freesebee und einem Böüschl-Fotoshooting ausklingen. Danach ging es ins Bett.
Unser Schlaf wurde jedoch erneut von einem Unwetter mitten in der Nacht unterbrochen und so schaute so mancher am nächsten Morgen sehr müde aus der Wäsche.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum Banhof und danach mit dem Railjet nach Dornbirn.
Es war wieder einmal ein urleiwondes Lager und wir freuen uns schon auf das nächste.
Heute – nein pardon, gestern – wachten wir leider um eine viertel Stunde zu spät auf und mussten deshalb extrem beim Frühstück pressieren. Man stelle sich vor, beim Frühstück. Also machten wir uns nach einem 5-minütigem Frühstück auf zum Bus, der heute freundlicherweise nicht an uns vorbei fuhr. Wir fuhren mit dem Bus zum Bahnhof und von dort aus weiter nach Werfen. Dort wurden wir wärmstens von einem Busfahrer in Empfang genommen und auf den Berg verfrachtet.
Entgegen allen Erwartungen mussten wir wirklich bis zur Seilbahn wandern und danach noch bis zu den Eiswelten. Schweißgebadet näherten wir uns dem Eingang, von dem ein dezentes Lüftchen ausging, das sich zu einem 100 km/h schnellen Luftzug entwickelte. Kaum war man aber durch die Tür war es vollkommen windstill (hatte irgendwas mit natürlichem Luftaustausch zwischen Draußen und Drinnen zu tun). Die Eiswelten selbst waren extrem kalt und abgelegen, aber das war es wirklich wert. Es würde keinen Sinn ergeben, an dieser Stelle von den Eiswelten zu berichten, weil man es wirklich nur glauben kann, wenn man es selbst sieht.
Total erfrischt rannten wir den Berg hinunter zum Bus und zurück zum Bahnhof. Wir hatten vor, ratz fatz zurück nach Salzburg zu fahren und ab ins Bad, aber dem wurde schlicht ein Riegel vorgeschoben, indem der Bus nicht auftauchte. Eine Stunde saßen wir also das und schmollten. Dann kam endlich ein Zug an, mit dem wir nach Hause kamen.
Wir beschlossen, nicht mehr ins Bad zu gehen, erstens weil es schon 15 Uhr war und zweitens weil das Wetter Regen ankündigte. Also machte sich die Truppe einfach auf zum McDonald’s in der Getreidegasse, wo sich die meisten total gehen ließen. Das war relativ unklug, alleine schon wegen der Tatsache, dass unsere Leiter auf NICHTS verzichteten, als sie fürs Abendessen einkaufen gingen.
Danach trafen wir uns im Lager und grillten. Da die meisten keinen Hunger hatten, wurde ein Haufen des Essens erst nach 12 zubereitet. Wir saßen noch bis um halb eins zusammen, und dann machte sich der Großteil der Truppe auf ins Bett.
Die heutige Fahrt wies einige interessante Parallelitäten zur gestrigen auf. Einziger Unterschied: Einenhalb trockene Stunden Schienenersatzverkehr. Sowie wir im Bus Platz genommen hatten, fiel witzigerweise der selben Caravelle, der auch die Story mit dem Nashorn passiert war, auf, dass ihre gesamte Lebensgrundlage (Pass, E-card, Zugticket, etc. verpackt in Handtasche) schon wieder auf dem Weg zurück nach Graz war. So konnte sie leider Gottes nicht mit ins Freibad kommen, sondern musste bei 35° im Schatten wieder in die Stadt wackeln, um sich mit einem ÖBB-Mitarbeiter zu treffen.
Der Rest der Truppe sprintete direkt nach der Ankunft ins Freibad, wo auch nicht lang gefackelt wurde, sondern in Rekordzeit ins Wasser gehüpft. Es war… eine Wohltat der Sinne – urleiwond. Dem wurde allerdings ein jähes Ende gesetzt, und zwar durch einen Anruf von Christian (17:35 Uhr), in dem verkündet wurde, dass wir doch um eine ganze Stunde früher ankommen sollten, und zwar um 18:00 Uhr.
Während unserem Himmel-auf-Erden-Erlebnis schlugen sich unsere tapferen Leiter durch 3 Geschäfte, nur um uns ein paar Würstel und Brot zu organsisieren. Diese wurden bei unserer Ankunft um 18:15 Uhr verspachtelt und gleich im Anschluss gingen alle zur Bushaltestelle. Wir warteten brav auf unseren Bus, welcher prompt an uns vorbei fuhr und damit nicht genug: Er winkte sogar freundlich. Wir fanden dank Martinas iPhone aber trotzdem noch eine alternative Buslinie, mit der wir in die Stadt kamen.
In der Stadt gingen wir ein Eis essen, danach trafen wir uns mit einem Typen, bewaffnet mit einer Hellebarde, einem fetten Schlüsselbund, einem Horn und einer Laterne. Er stellte sich als “Nachtwächter” vor und lotste uns quer durch die Salzburger Altstadt, um uns zu verzapfen, wie das Leben bei Nacht im Mittelalter so lief. Er wies sogar Passantinnen darauf hin, dass Frauen nach Sonnenuntergang nichts mehr auf der Straße verloren hätten.
Schlussendlich wartete noch ein 40 Minuten langer Fußmarsch auf uns, da wir den letzten Bus um 5 Minute verpasst hatten.
Die überaus nervenaufreibende Fahrt nach Graz dauerte urleiwonde zweieinhalb Stunden. Sie war so nervenaufreiben, dass einfach GAR NIX passierte. Niete. Null. Nada.
Als der Zug endlich in Graz HBF hielt, freuten sich alle volle auf die kühle Temperatur am Bahnhof, da es im Zug geschätzte 30° hatte. Die Enttäuschung war entsprechend groß, weil es draußen 35° im Schatten hatte. Es folgte eine Straßenbahfahrt bei 45°, wobei einmal irgendwo ein Alarm trällerte.
Das Pfadiheim selbst war eine angenehme Überraschung. Es war geräumig und hatte einen mordsverschärften eigenen Fußballplatz vorne dran, der selbstverständlich nicht von uns benutzt wurde. Im angenehmen Regen bei 38° schwommen wir verschwitzt in die Innenstadt. Dort checkten wir die Lage und machten den erstbesten (und auch den einzigen, die Grazer sind zurückgeblieben) McDonald’s aus. Der Regen hörte auf, und die Temeperatur kletterte schnurstraks auf 43° im Schatten (laut Christians Information).
Wir trafen uns mt einer Tourist Guide Tante, die uns durch die Innenstadt Graz lotste, bei 43° im Schatten, wohlgemerkt! Wir sahen haufenweise megakrass interessante Gebäude (so auf die Schnelle fällt mir allerdings keins ein) und kehrten zum Ausgangspunkt zurück. Danach bekamen wir einen hübschen Fragebogen in die Hand gedrückt, weswegen wir die gesamte Route noch einmal entlang latschten sollten. Dafür konnte sich allerdings nur eine verschwindnend kleine Minderheit aufraffen, und so eierte der Großteil nur sinnlos durch die Gegend.
Es folgte eine echte Attraktion: Ritterfuttern beim Ritterwirt um die Ecke. Dieser war ur-nett und verwöhnte uns von vorne bis hinten mit fättem Fleisch und Erdäpfeln plus Reis. Er schenkte uns sogar zwei Miniaturschwerter, die laut Martina als Brieföffner fungierten.
Dann fand ein riesen Jasswettbewerb statt, der schlussendlich zu einer Arschlöchelparty mutierte. Die strahlenden Sieger waren Felix und Tanja (welch Überraschung) und erhielten somit die beiden Schwerter als Preis.
Und so fand der überaus ereignisreche und anstrengende, aber urlweiwonde Tag sein Ende. Gute Nacht.
Am Morgen hat man uns frecherweise bereits vor eine Entscheidung gestellt, obwohl wir eigentlich immernoch am Schlafen waren. Die beiden Optionen lauteten: Weiterschlafen oder shoppen Gehen. Und da man eben schon mal wach war und Felix seit Tag 1 schon ein neues Paar Schuhe brauchte, entschied man sich fürs shoppen Gehen.
In der Maria-Hilfer-Straße fand eine Hetzjagd quer durch alle Läden Wiens statt. Wir besuchten sämtliche Geschäfte, in denen Schuhe angeboten wurden, um schließlich ein passendes Paar Schuhe zu finden.
Ausgerüstet mit neuem Schuhwerk ging es dann auch schon weiter ins technische Museum Wiens. Dort gab es die Möglichkeit, eine individuelle Version der Sendung ZIB 1 aufzunehmen, was irren Spaß machte und die Zeit wie im Fluge vergehen ließ. Nach einem kurzen Sprung ins Facebook (ebenfalls im technischen Museum) fuhren wir mit der U-Bahn zum nächsten Programmpunkt.
In der futuristisch gestylten und mit riesigen schwarzen Gorillas mit Handfeuerwaffen bewachten UNO-City herrschte eine Affenhitze. Wir besichtigten eine Stunde lang die City, was natürlich wieder einmal sehr interessant war, um dann wieder durch alle Sicherheitsschleusen nach drausen zu kommen.
Wir wiederholten den Versuch vom Tag 1 und statteten unserem berühmt-berüchtigten Pakistani einen Besuch ab. Extrem eindrucksvoll: Das Restaurant reicht vier Stockwerke in den Boden. Es umfasst 51 Sitzplätze, etliche Stehplätze und einen Liegeplatz. Nach zwei Teller pakistanischen Spezialitätenpampe hatten wir alle fertig und gingen zum Prater um das ganze Essen auf umgekehrten Wege noch einmal zu genießen. Wir benutzten fast alle Attraktionen, ohne rückwärts zu essen, was wirklich eine erstaunliche Leistung ist (Karusell in 117m Höhe).
Anschließend fuhren wir wieder nach Hause und räumten unser Heim der Pfadfindergruppe 68/103 auf (müüde -.- ).